Der Pritzker-Preis, auch als „Oscar der Architektur“ bezeichnet, ist die bedeutendste Auszeichnung in der Welt der Architektur. Seit 1979 wird er an Schöpfer verliehen, die Innovation mit Funktionalität und gesellschaftlicher Verantwortung bei der Gestaltung von Räumen verbinden. Im Jahr 2025 wurde Liu Jiakun, ein chinesischer Architekt, mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet. Er hat in vier Jahrzehnten seiner Karriere Projekte geschaffen, die Moderne mit Tradition vereinen. Die Jury würdigte seinen enormen Beitrag zur Entwicklung der zeitgenössischen Architektur.
Pritzker-Architekturpreis – Geschichte
Der Pritzker-Preis, auch als „Oscar der Architektur“ bekannt, wurde 1979 von der Familie Pritzker, den Eigentümern der Hyatt Corporation, ins Leben gerufen, um herausragende Leistungen im Bereich der Architektur zu würdigen. Jedes Jahr werden damit Schöpfer ausgezeichnet, die in ihren Projekten Ästhetik, Funktionalität und gesellschaftliche Verantwortung vereinen. Diese Auszeichnung würdigt nicht nur Innovation. Sie hebt auch den Einfluss der Architektur auf Gesellschaft und Kultur hervor.
Unter den Preisträgern finden sich Ikonen des internationalen Designs wie Zaha Hadid, Norman Foster, Oscar Niemeyer, Tadao Ando oder Alejandro Aravena. Jeder von ihnen hat etwas Einzigartiges beigetragen – von experimentellen Formen über ein feines Gespür für gesellschaftlichen Kontext bis hin zu nachhaltiger Architektur. Interessant ist, dass der Preis zwar oft mit dem Nobelpreis verglichen wird, seine Vergabe jedoch weder an ein bestimmtes Alter noch an eine Nationalität gebunden ist. Dadurch finden sich auf der Liste der Preisträger sowohl jüngere als auch ältere Schöpfer aus aller Welt. Kann Architektur eine Kunstform sein, die unsere Wahrnehmung von Raum und Gesellschaft verändert? Die Pritzker-Preis-Auszeichnung beweist eindeutig, dass dies der Fall ist.
Pritzker-Preis für Liu Jiakun – Begründung
Vier Jahrzehnte lang entwarf er Projekte, die tief im lokalen Kontext verwurzelt sind. Er verbindet Tradition mühelos mit Moderne. Deshalb ist der Pritzker-Preis für Liu Jiakun eine wohlverdiente Auszeichnung für den chinesischen Architekten.

Die Jury würdigte seinen Ansatz zur Architektur, die nicht nur eine funktionale Rolle erfüllt, sondern auch als Medium zur Vermittlung sozialer und spiritueller Werte dient. Liu zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, Räume zu schaffen, die die Geschichte respektieren und gleichzeitig offen für Innovationen sind. In diesem Jahr trat er gegen andere talentierte Architekten an. Doch gerade seine einzigartige Verbindung von Kunst, Kultur und Technologie überzeugte das Komitee. Der Pritzker-Preis für Liu Jiakun ist nicht nur eine Anerkennung seiner Projekte. Gleichzeitig ist er eine Hommage an seinen Beitrag zur Entwicklung der chinesischen Architektur.
Projekte und Besonderheiten der architektonischen Arbeit
Der Pritzker-Preis für Liu Jiakun ist eine Anerkennung seiner außergewöhnlichen Arbeit, die Modernität mit tiefem Respekt für die Tradition verbindet. Seine Entwürfe fügen sich perfekt in den lokalen Kontext ein und berücksichtigen Geschichte, Kultur und Natur. Zu seinen bekanntesten architektonischen Werken zählt das West Village in Chengdu – ein multifunktionaler Komplex, der Büros, Freizeit-, Kultur- und Handelsflächen vereint. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist das Department of Sculpture des Sichuan Fine Arts Institute in Chongqing. Hier verschmelzen Kunst und Architektur miteinander und schaffen einen Raum, in dem Geschichte und Gegenwart koexistieren.
Seine Entwürfe zeichnen sich durch Innovation, Funktionalität und Offenheit für gesellschaftliche Bedürfnisse aus, und Architektur ist für ihn nicht nur eine Nutzform, sondern auch ein Medium zur Ausdruck spiritueller und sozialer Werte. Liu Jiakun verbindet Ästhetik mit Pragmatismus. Er gestaltet Räume mit Leichtigkeit, die lebendig sind und mit ihrer Umgebung interagieren.
Redakteur Luxury News
Joanna Baran
Quelle: pritzkerprize.com

