Burberry, die bekannte britische Luxusmodemarke für Kleidung und Accessoires, durchläuft bedeutende Veränderungen im Management und in der Strategie. Nach enttäuschenden Finanzergebnissen im ersten Halbjahr 2024 kam es zu einem Wechsel an der Spitze. Die Maßnahmen sind radikal. Der bisherige CEO Jonathan Akeroyd wurde entlassen. Das Unternehmen hat bereits einen neuen CEO ernannt: Joshua Schulman, den ehemaligen Chef von Coach. Er verspricht eine Rückkehr zu einem traditionelleren Look und eine stärkere Ausrichtung der Marke auf den exklusiven Luxusmarkt.
Burberry wechselt den Vorstandsvorsitzenden – Gründe
Burberry hat Investoren vor sinkenden Gewinnen gewarnt und die Dividende gestrichen. Dies führte natürlich dazu, dass der Aktienwert auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahrzehnt fiel. Im Zeitraum von 13 Wochen bis zum 29. Juni 2024 sank der Basisumsatz um 21 Prozent.

Das Unternehmen rechnet im ersten Halbjahr mit operativen Verlusten, und die Aktien fielen um 17 Prozent auf 738 Pence. Diese Ergebnisse sind auf die Abschwächung im Luxussegment sowie die Unzufriedenheit der Kunden mit dem Stilwandel zurückzuführen. Das Unternehmen wollte sich von der mit ihm assoziierten Klassik lösen und trendiger auftreten. Die Kunden akzeptierten diese Veränderungen jedoch nicht.
Die Geschichte der Marke
Burberry, gegründet im Jahr 1856, ist bekannt für klassische Trenchcoats und das charakteristische Karomuster. Die Marke war ein Synonym für britische Eleganz und Qualität. Sie erlangte weltweite Anerkennung. In den letzten Jahren versuchte das Unternehmen, sein Image unter der Leitung von Jonathan Akeroyd sowie dem vorherigen italienischen Managementteam mit Marco Gobbetti und Riccardo Tisci an der Spitze zu verändern. Diese Veränderungen brachten jedoch nicht die erwarteten Ergebnisse, und Burberry konnte das Wachstumstempo nicht halten.
Neuer, alter Kurs. Joshua Schulman verspricht, Burberry wieder auf traditionelle Wege zu führen
Es ist etwas Wahres daran, dass wahre Eleganz und Luxus mit der Klassik verbunden sind. Joshua Schulman, der neue CEO von Burberry, plant, der Marke ein traditionelleres Erscheinungsbild zu verleihen und das Unternehmen gleichzeitig auf ein höheres Luxusniveau zu heben. Schulman, der zuvor Michael Kors und Coach leitete, verfügt über umfassende Erfahrung in der Luxusbranche. Gemeinsam mit Designer Daniel Lee, der 2022 zu Burberry kam, möchte Schulman die Marke neu beleben und wohlhabendere Kunden ansprechen.
Die Zukunft der britischen Marke
Burberry plant, den finanziellen Überschuss in die Entwicklung zu investieren, anstatt eine Dividende auszuschütten. Das Ziel ist klar – die finanzielle Situation des Unternehmens zu verbessern. Die neue Strategie sieht eine Rückkehr zu den Wurzeln der Marke vor, mit Fokus auf traditionelle, sehr luxuriöse Produkte. Das Unternehmen möchte Kunden ansprechen, die klassische Eleganz und höchste Qualität suchen, was helfen soll, die Marktposition zurückzugewinnen.
Die Veränderungen im Vorstand von Burberry und die neue Strategie zielen darauf ab, der Marke zu altem Glanz und finanzieller Stabilität zu verhelfen. Joshua Schulman, der neue CEO, setzt auf ein traditionelleres Erscheinungsbild und ein exklusiveres Angebot, um wohlhabende Kunden anzusprechen und die Position von Burberry im Luxussegment wieder zu stärken. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen die gewünschten Ergebnisse bringen und das Unternehmen zurück auf Wachstumskurs führen.
Redakteur Luxury News
Joanna Baran
Quelle: nytimes.com
Firma: Burberry

