
Über die Malerei von Patrycja Piętka
Die Malerei von Patrycja Piętka entsteht aus Dunkelheit, Nebel und Dämmerung. Das Unausgesprochene, Unklare, Angedeutete und Vorgefühlte erhält durch die außergewöhnliche Konsequenz dieser jungen Künstlerin, ihre Gelehrsamkeit, Selbstreflexion und meisterhaft beherrschte Maltechnik einen hypnotischen Zauber und große Ausdruckskraft. Und sie erinnert daran, dass Bilder nicht das sind, was sie zu sein scheinen.
Was geschieht, wenn wir vor den Bildern von Patrycja Piętka stehen? Wenn wir endlich die Augen öffnen?
Am Anfang fällt der Blick des Betrachters sicherlich auf einen verschwommenen Nachhall. Tatsächlich sind wir uns zunächst nicht sicher, was wir sehen. Erst später beginnen sich Formen und Schatten zu schärfen. Schließlich gewöhnen wir uns an das Licht. Wir schlagen vor, diese beschriebene Sehübung beim Betrachten der Gemälde von Patrycja Piętka anzuwenden. Gemälde, die zweifellos zu faszinieren, zu verführen und unbestreitbar zu begeistern vermögen – subtile Lichtspiele verweben sich auf ihren Leinwänden mit einer fesselnden Dunkelheit. Unweigerlich tauchen wir ein in diese außergewöhnliche Atmosphäre und Stimmung, geschaffen durch die besondere und konsequente Farbgebung der Werke, die charakteristisch und aufmerksamkeitsstark ist. Das ist eine Kunst, an der man nur schwer gleichgültig vorbeigehen kann. Mit Sensibilität und Reflexion durchdrungene Bilder laden den Betrachter zum Dialog mit seinem eigenen Inneren ein, mit seinen Ängsten, Grübeleien, den intimsten und zartesten Gefühlen.
Patrycja Piętka versteht es dank ihres herausragenden Könnens und durchdachter Kompositionen, den Betrachter mühelos in jede beliebige Zeit und an jeden Ort zu versetzen, hält flüchtige Momente der Geschichte fest und bewahrt ausgewählte Szenen in einer traumhaften Bildsprache, überrascht mit Motiven, die wie aus den tiefsten Schichten eines Traums entsprungen scheinen.

Biografie von Patrycja Piętka
Patrycja Piętka ist Malerin, Bühnenbildnerin und Installationskünstlerin sowie Absolventin der Fakultät für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Krakau. Sie war Finalistin der 46. Biennale Bielska Jesień 2023. Ihr Diplom mit dem Titel „Vargtimmen/Godzina wilka“, das sie im Atelier von Prof. Mirosław Sikorski anfertigte, verteidigte sie 2022 mit Auszeichnung. In ihrem Schaffen greift Patrycja Piętka häufig das Motiv der Nacht sowie das Vanitas-Thema der Vergänglichkeit auf. Ihre Malerei-Zyklen rufen beim Betrachter Gefühle von Melancholie und Unruhe hervor. Mit großer Sensibilität bringt sie die Emotionalität der Natur zum Ausdruck. Für sie ist die Malerei eine Form spiritueller Suche. Genauer gesagt schöpft die Künstlerin ihre Inspiration vor allem aus der Filmkultur und Literatur. Sie folgt auch der Psychologie der Figuren sowie der besonderen Art, Spannung aufzubauen. Sie fasziniert die Symbolik und die Andeutungen, die in den Schichten der Wirklichkeit verborgen sind. Doch das ist nicht alles. Patrycja Piętka sucht ihre Inspiration auch in der Philosophie, wodurch ihr Schaffen fest in einer der grundlegenden philosophischen Disziplinen verankert ist, die sich mit den Eigenschaften des Seins beschäftigt – in der Metaphysik. Ihre erste Einzelausstellung war die Schau „Głębia“ (Art Agenda Nova, 2021).

Informationen zur Ausstellung
„Erst wenn ich hier rausgehe, darfst du die Augen öffnen”
PATRYCJA PIĘTKA
28.09 – 31.10.2024
Vernissage: 27.09.2024, 18:00 Uhr
Öffnungszeiten: 9:00–22:00 / 7 Tage die Woche
Stratos Art Project,
Adresse:
Stratos Office Center
ul. Ks. Skorupki 5, 00-546 Warschau
in Zusammenarbeit mit: Art Agenda Nova, Krakau

Die Pressemitteilung zur Ausstellung wurde auf Grundlage der von Magdalena Ujma und Katarzyna Mierzwińska verfassten Begleittexte zur Ausstellung erstellt.
Foto: Katarzyna Mierzwińska / Archiv Art Agenda Nova
Promomaterialien Stratos Art Project


