Hollywood wurde zum Laufsteg. Los Angeles begrüßte das Mode-Spektakel des Jahres: Vogue World: Hollywood, Frühjahr/Sommer 2026. Die diesjährige Ausgabe, die vierte der globalen Vogue-Serie, verwandelte die legendären Paramount Studios in ein lebendiges Filmset, auf dem Mode auf Kino traf. Das Publikum konnte beobachten, wie ikonische Kostüme auf die neuesten Trends trafen. Jede Kreation wurde dabei zu einem kleinen Kunstwerk. So bewegt sich jeder Look mutig an der Grenze zwischen Bühne und Leinwand.
Vogue World: Hollywood, Frühjahr/Sommer 2026. Stars und Legenden in einem Akt
Die Show wurde von Nicole Kidman in einem schwarzen, schulterfreien Kleid von Chanel eröffnet. Die Schauspielerin entführte das Publikum in eine Atmosphäre filmischer Magie.

Stylist Alex Harrington verwandelte das historische Backlot in ein Bühnenbild, das fünf Jahrzehnten des Hollywood-Stils Tribut zollte. Sieben Akte, jeder präsentiert von legendären Kostümdesignern, zeigten, wie die Filmgeschichte die moderne Mode beeinflusst.
Von Glamour bis Afrofuturismus
Der erste Akt, Hollywood Glamour, entführte das Publikum dank Catherine Martin in die Welt des Glanzes und der Pailletten der 20er- und 30er-Jahre. Sie kombinierte dafür Kleider von Prada, Gucci und Armani. Die weiteren Akte – von den rebellischen Looks von Colleen Atwood in Renegades, über die königlichen Kostüme von Milena Canonero in Historical Heroines, bis hin zum farbenfrohen Afro-Futurismus von Ruth E. Carter – zeigten, dass Mode und Film schon immer miteinander verflochten waren. So wurde es mal feierlich, mal exotisch.
Musik- und Filmstars auf dem Laufsteg
Auf der Bühne traten unter anderem Hunter Schafer, Danai Gurira, Teyana Taylor und Angela Bassett auf, und das Finale vereinte Awar Odhiang in Maison Margiela, Matthew Noszka im Kostüm aus Zjawy sowie Doja Cat als Tina Turner. Das Publikum konnte Neuinterpretationen von Filmikonen sehen: das weiße Kleid von Marilyn Monroe, Tweed-Looks aus Clueless oder den legendären Bowlerhut von Charlie Chaplin.
Vogue World als Manifest der Erzählkunst
Obwohl der Abend 4,5 Millionen Dollar für den Entertainment Community Fund sammelte, lag der wahre Erfolg in der Magie des Moments: der Verbindung von Bewegung, Licht und Stoffen, die es den Zuschauern ermöglichte, die Geschichte des Kinos und der Mode gleichzeitig zu erleben.



Vogue World in Hollywood hat bewiesen, dass Storytelling nach wie vor das mächtigste Medium in der Mode ist. Der Laufsteg kann hingegen zur Leinwand werden, auf der Geschichte und Moderne in einer spektakulären Choreografie des Stils aufeinandertreffen.

